Brandschutz – der stille Erfolgsfaktor

„Das Ganze vor allem als komplizierten Kostenfaktor zu betrachten, ist der am meisten verbreitete Fehlschluss, den Anlageninvestoren und Betreiber, Architekturbüros, Produkthersteller und viele andere Verantwortliche beim Thema Brandschutz treffen“, stellt Christian Chojnacki, Brandschutzsachverständiger der DMT GROUP, fest.

Das Wichtigste kann er schnell erklären: Auf seine eigene Weise hat DMT mit dem hausinternen Zentrum für Brand- und Explosionsschutz schon vielen Investoren hohe Baukosten erspart, Bauzeiten verkürzt, effizientere Anlagenprozesse ermöglicht, ökologische Entwicklungen vorangetrieben, hohe Schäden vermieden und schließlich Leben gerettet. Alles beginnt mit dem richtigen Brandschutzkonzept und hört erst bei tatkräftiger Unterstützung bei der Bauüberwachung (die sogenannte Fachbauleitung Brandschutz), bei Bestandsprüfungen oder bei Rückbauten auf. Das geht sogar so weit, dass viele Feuerwehren bei komplizierten Einsätzen die Telefonnummer von DMT wählen. Bei Silobränden zum Beispiel. Aber das ist eine andere Geschichte.

In der Regel braucht eine Feuerwehr acht Minuten an jeden Ort in ihrem Stadtgebiet und kann sich dann ein Bild von der Lage machen. Sie benötigen hier weniger lange, um zumindest im Prinzip zu verstehen, wie man komplexeste Brandschutzaufgaben im industriellen Umfeld sicher in den Griff bekommt.

Die Kompetenz muss größer sein als die Gefahr

Nun kann man sich die Sache leicht machen und DMT damit beauftragen, all diese Dinge in einem modernen, rechtskonformen und wirkungsvollen Brandschutzkonzept abzusichern, die Fachbauleitung Brandschutz zu übernehmen und schließlich den anlagentechnischen Brandschutz mit den Sachverständigenprüfungen gemäß den Prüfverordnungen der Länder zu gewährleisten. Planungsbüros, Bauherren und Betreiber von Kraftwerken vergeben diese Aufgaben gern im Gesamtpaket an DMT. So betreuen wir beispielsweise das Kohlekraftwerk Datteln seit 2007 über die fortgeschrittenen Planungs- und Bauphasen bis zur steten Begleitung des Betriebs seit Inbetriebnahme der Anlage in 2019. Die chemische Industrie unterstützen wir ebenfalls bei allgemeinen Explosions- und Brandschutzthemen sowie bei speziellen Beratungsaufgaben und Gutachten für anlagenbezogenen Gewässerschutz sowie im Umgang mit kontaminierten Lösch- und Abwässern oder geeigneten Löschanlagen.

Man kann DMT aber auch als Dienstleister für die unterschiedlichsten Teilbereiche, Spezialthemen oder sogar für noch nie Dagewesenes rufen. Wie die Aufgabenstellung der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft, mit der wir mittlerweile die drei größten Pumpwerke ihrer Art „erfunden“ haben: Wem der Begriff „Pumpwerk“ zu profan klingt, um spannend zu wirken, der kann sich vielleicht mit der Vorstellung anfreunden, dass hier quasi Hochhäuser in die Tiefe gebaut wurden, die hochleistungsfähige Technologien beherbergen und den wichtigsten Meilenstein in einem Jahrhundertwerk darstellen. Es geht dabei darum, attraktive Flusslandschaften mit intakten Wasserkreisläufen auch für die nachfolgenden Generationen zu sichern. Ob Wasserverschmutzung, Klimawandel oder der veränderte Energiemarkt – eine moderne Wasserwirtschaft muss durch innovative Lösungen für eine Vielzahl von Herausforderungen gewappnet sein. So entstehen – auch im europäischen Kontext – Projekte, die erfolgversprechende neue Konzepte für Abwasserreinigung, Energieerzeugung oder den Umgang mit einem veränderten Klima erarbeiten.

DMT musste in diesem Zusammenhang für die Bauherrenschaft einige Fragen beantworten, die so noch nie gestellt worden waren, und daraus ein Gesamtkonzept entwickeln: Wie sehen sichere Fluchtwege aus über 40 Metern Tiefe aus? Wie gelangt man in die Lage, an jedem denkbaren Punkt effektiv zu löschen? Wie bekommt man die Löschmittel wieder heraus? Wie geht man mit der Rauchentwicklung um? Wie gewährt man Feuerwehren einen Überblick und Zugang? Wie stellt man den Brandschutz bereits bei den Bauarbeiten sicher? … Und das sind nur die offensichtlichsten Aufgabenstellungen in unserem Spezialgebiet, das mit den anderen Gewerken in jeder Phase der Erbauung und des Betriebs in Einklang gebracht werden will.

Schließlich wurde als Genehmigungsauflage für die drei Pumpwerke entlang des Emscherprojekts in Gelsenkirchen, Bottrop und Oberhausen eine „Fachbauleitung Brandschutz“ gefordert, die die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes überwacht und bestätigt. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die DMT für die Emschergenossenschaft erfolgreich erfüllen durfte. Dass wir als Teil der TÜV NORD GROUP darüber hinaus wissen, was wir tun, und entsprechende Kapazitäten anbieten können, gibt dem Betreiber für die vorgeschriebenen Prüfintervalle der Anlagen zusätzlich ein gutes Gefühl.

Geprüfte Sicherheit für den neuesten Stand der Technik

Brand- und Explosionsschutz sind aber natürlich ein viel weiteres Feld: Eigentlich decken sie alle Technologien und Lebensbereiche ab. Dadurch bedarf so ziemlich jedes Bauprodukt und jede Bauart einer Prüfung im Zulassungsverfahren. Diesen Schritt zu bewältigen, ermöglichen wir ebenfalls unterschiedlichsten Herstellern und Betreibern – von der Prüfung der Feuerwiderstandsklassen für Türen, über Brandschutzgutachten für Fotovoltaik- oder Windkraftanlagen bis zur sich stetig neu erfindenden Welt der Elektromobilität. Hier begutachten wir nach allen anerkannten Regeln der Technik Lithium-Ionen-Batterien an sich, Brandursachen, Brandverhalten, aber auch alternative Wege zur Brandbekämpfung. Es gibt kaum eine Nachrichtenredaktion, die nicht schon über die Schwierigkeiten berichtet hat, ein brennendes Elektrofahrzeug zu löschen. Mit dem derzeitigen Bestreben, den Anteil an Elektromobilität im Verkehrsgeschehen schnell zu steigern, wird das noch nicht zufriedenstellend gelöste Problem der Brandbekämpfung in öffentlichen Verkehrsflächen ebenfalls größer. Was das für brandschutztechnische Auswirkungen über die Fahrzeugbrände hinaus auf Parkhäuser, Tiefgaragen oder Tunnel und deren Löschfähigkeit hat, werden wir wohl zukünftig mehr und mehr erkunden und begutachten dürfen. Zwischen neuen Brandschutzmodi in Baugenehmigungsverfahren und risikoangepassten Versicherungsbedingungen für Immobilienbetreiber ist noch viel Bewegung zu erwarten. Gutachten unserer Fachleute können akut die größten Unsicherheiten (z. B. für Versicherungskonzerne) aus der Situation nehmen.

 

Auch Brandschutz wird digital effizienter

Die fortschreitende Digitalisierung hilft auch hier. Obwohl sich gesetzlich bindende Regelwerke für das im Bauwesen bereits etablierte Building Information Modeling (BIM) für die Brandschutzplanung noch in der Entwicklung befinden, nutzen wir die Möglichkeiten bereits: Wir halten diesen Weg für weitaus effizienter, sind überzeugt davon, dass die Fehlerquote gesenkt werden kann und vor allem das Brandschutzthema schneller in die Gesamtplanungsarbeit Einzug findet, wenn es quasi per Klick eingefügt werden kann. Dass wir hier zwar Vordenker*innen, aber keineswegs allein mit unserer Einschätzung sind, zeigt unter anderem eine aktuelle Studie des Feuer-Trutz Verlags, die sich an Planende, Sachverständige und Ausführende von Brandschutz richtet.

Ergebnisse der Studie „Branchenbarometer Brandschutz“ dokumentieren eine Einigkeit der Fachleute:

  • Ca. 88 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Digitalisierung zu einer Effizienzsteigerung führen wird.
  • Über 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass BIM Planungssicherheit und Produktivität erhöht.
  • Ca. 60 Prozent sind der Meinung, dass BIM andere Planungsmethoden weitgehend ersetzen wird.

Noch stellen die meisten Auftraggeber eher keine besonderen Anforderungen an den Digitalisierungsgrad von Brandschutzfachplanungen. Das heißt, dass die BIM-basierte Planung oft noch ohne integrierten Beitrag des Brandschutzfachplaners erfolgt – ein Zustand, den wir als erste Fahrlässigkeit im gesamten modernen Brandschutzbemühen betrachten. Auch zu diesem speziellen Punkt teilen wir gern unser Wissen.

Überhaupt sehen wir unsere Mission darin, Brandschutz so innovativ wie möglich zu etablieren: Erstbegehungen oder Nachkontrollen im Remote-Modus sind für DMT beispielsweise bereits Alltag. Und mit der Empfehlung, gefährdungsbasierte Brandschutzkonzepte frühzeitig in Vorhaben zu integrieren, erreichen wir nicht nur optimalen Brandschutz, sondern auch wirtschaftlich attraktive Mehrwerte, beispielsweise durch Betriebskostenreduzierung. Das kann z. B. ganz einfach der Hinweis sein, dass man 360 vor Jahren verbaute Türen nicht unbedingt ersetzen muss, wenn wir eine dieser Typen prüfen und die Erfüllung heutiger Anforderungen gegenüber den Behörden bestätigen können. Das kann aber auch die etwas peniblere Bauüberwachung bei industriellen Sonderbauten sein, die dazu führt, dass unterschiedliche Gewerke von verschiedenen Spezialunternehmen so ausgeführt werden, dass keine Nacharbeiten oder gar Fehler entstehen und Monitoring an den richtigen Stellen Intervalle verlängert oder gar Schäden vermeidet.

Rufen Sie bitte an, bevor es brennt.

Seit der Gründung unserer „Spezialeinheit Brandschutz“ Ende des vorletzten Jahrhunderts hat ein informelles Gespräch mit DMT jedenfalls noch niemandem geschadet. Rufen Sie also gern direkt an. Im besten Fall bevor es brennt oder Ihre Planungen zu weit fortgeschritten sind, um alle Potenziale moderner Brandschutzmaßnahmen zu nutzen.

Wenn Sie sich jedoch erst einmal selbst tiefergehend mit der Thematik auseinandersetzen wollen, finden Sie hier weitere Basisinformationen und Links. Unser erster kostenloser Service, wenn Sie so wollen.

Brandunfallstatistik der IFS-Schadendatenbank:

Die wesentlichen Bausteine modernen Brandschutzes

Brandschutz bezeichnet allgemein erst einmal alle Maßnahmen, die der Entstehung eines Brandes und darauffolgend der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen und die Wirksamkeit von notwendig werdenden Löscharbeiten sichern.

Hier unterscheidet man wiederum zwischen abwehrendem und vorbeugendem Brandschutz. Der abwehrende Brandschutz ist das, was man als Aufgabe der Feuerwehr kennt. Dann geht es vor allem um schnelle Lebensrettung und akute Brandbekämpfung.

Brandschutz ist People Business

Der vorbeugende Brandschutz umfasst alle Maßnahmen, die der Entstehung oder Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen. Hier sprechen wir von persönlichen Vorkehrungen sowie organisatorischen, baulichen und anlagentechnischen Maßnahmen zur Brandverhütung, Schadensbegrenzung und Einsatzsicherung für Feuerwehren.

Über die erfolgreiche Implementierung dieser Maßnahmen entscheidet zum größten Teil die Erfahrung der Brandschutzspezialisten. Denn hier geht es zum einen um jedes noch so kleine technische Detail und zum anderen um eine fast unüberschaubare Anzahl von Bauvorschriften, Gesetzen und Richtlinien, die sich allein in Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Es existiert zwar eine bundesweit gültige Musterbauordnung, doch diese hat nur Empfehlungscharakter. Sonderbauwerke oder auch nur Gebäude unter Denkmalschutz bedürfen nochmal zusätzlich individueller Betrachtung. Die Erreichung der individuellen Brandschutzziele besteht demnach meist aus der Berücksichtigung unterschiedlichster Aspekte. Insoweit ist höchste Brandschutzqualität unbedingt von den erforderlichen Kenntnissen und persönlichen Kompetenzen der handelnden Personen abhängig.

Drei Brandschutzfelder

Zum organisatorischen Brandschutz gehören alle betrieblichen und personenbezogenen Maßnahmen, die Brände bereits präventiv vermeiden. Wenn Sie bis hierhin gelesen haben, sind Ihnen diese sicher ausreichend bekannt.

Der bauliche Brandschutz hat vor allem die Aufgabe, einen Brand über einen bestimmten Zeitraum innerhalb eines Gebäudeteiles zu begrenzen und damit die Ausbreitung von Feuer und Rauch in weitere Räume zu verhindern. Entscheidend dabei sind beispielsweise das Brandverhalten von Baustoffen, die Feuerwiderstandsklassen von Bauteilen oder die Anordnung von Brandabschnitten.

Anlagentechnischer Brandschutz umfasst alle technischen Einrichtungen: Darunter fallen z. B. eine Brandmeldeanlage, (automatische) Löscheinrichtungen wie Sprinkler- oder Gaslöschanlagen, Feststellanlagen für Rauchschutz- und Brandschutztüren, Sicherheitsbeleuchtungen, die Löschmittelversorgung und noch einiges mehr

Engineering Performance

Wir brennen noch für einige weitere Themen, die wir hier nur am Rande erwähnen konnten. Vor allem aber versprechen wir in allem, was wir tun, begeisternde Engineering Performance. Damit ist es uns so ernst, dass wir es unter unsere Marke schreiben. Ganz besonders im Brandschutz, Explosionsschutz, im anlagenbezogenen Gewässerschutz und Schulungsbereich können Sie davon ausgehen, dass wir beim Ergebnis keine Kompromisse machen. Wir freuen uns, wenn Sie uns diesbezüglich auf die Probe stellen.

Mehr zu unserem Themenfeld finden Sie über die rechts stehenden Links.


Wollen Sie mehr erfahren? Hier finden Sie alle Engineering Performance Beiträge zu diesem und anderen spannenden Themen.


Informationen, Anregungen oder Fragen zum Thema? Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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