Georadar- und Bodenradar-Messung

Straßenuntersuchung

Für die zerstörungsfreie Bestandserfassung von Verkehrsflächen wird das hochauflösende Georadar-Verfahren (Bodenradar / GPR) eingesetzt. Das fahrzeuggebundene, schnellfahrende und selbstsichernde Messsystem der DMT ist eigens auf diese Anwendung angepasst. Die hohe Messgeschwindigkeit bei gleichzeitiger GPS-Georeferenzierung gestattet in der Regel eine Messdurchführung im allgemeinen Verkehrsfluss. Kleinere Flächen werden optional mit einem flexiblen Handmessgerät untersucht. Das Ergebnis ist ein kontinuierliches Modell des Straßenoberbaus und des Untergrunds.

Aus den Ergebnissen der Georadar-Untersuchung können je nach Fragestellung verschiedene Informationen gewonnen werden:

  • Schichtaufbau und Schichtdicke
  • Einteilung in homogene Abschnitte gleichartigen Aufbaus
  • Queraufbau, Abgrenzung von Anbauten, Verbreiterungen
  • optimierter Bohrplan für repräsentative Bohrkernentnahme
  • Schadensanalyse und -bewertung

Neben der Standardvariante der linienbasierten Messdurchführung sind mit sogenannten Array- oder Scanner-Systemen auch vollflächige Untersuchungen möglich, die sich optimal für objektorientierte Schadensanalysen eignen. Die Messergebnisse können in jedes Informationssystem zur Straßen - Zustandserfassung- und Bewertung (ZEB) übertragen werden.

Trassenerkundung und Objektortung mit Georadar

Das Georadar ist auch die ideale Ergänzung für die geophysikalische Trassenvorerkundung von Ver- und Entsorgungsnetzen. Die Radardaten werden georeferenziert entlang des geplanten  Trassenverlaufs zerstörungsfrei aufgezeichnet. Sie liefern ein hochauflösendes, kontinuierliches Modell des oberflächennahen Untergrunds. So können z.B. Störkörper, Leitungen, Kabel und Rohre sowie Hohlräume im Boden ebenso erkannt werden, wie Verdichtungs- und Auflockerungszonen.

Um dieses Modell mit den geotechnischen Bodeneigenschaften zu verknüpfen, wird es mit Hilfe von Sondierungen und Bodenproben kalibriert. DMT führt die Messungen durch, erstellt ein kontinuierliches Modell des Trassenuntergrunds und weist die Homogenabschnitte, mögliche inhomogene Bereiche und lokale Objekte im Untergrund aus. Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass sie in jedes Trassenplanungssystem übertragen werden können. Bei größeren Erkundungstiefen wird die Radarerkundung durch weitere umweltfreundlichen Geophysikverfahren unterstützt.