Hochpräzise Vermessungen für Ihre Planungssicherheit
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Unsere Gyroskopsensoren der GYROMAT-Serie bieten höchste Genauigkeit bei hochpräzisen Messungen und sind eine zuverlässige Lösung, wenn andere Messmethoden nicht mehr greifen.
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Volker Schäpe
Produktmanager, Geo Instruments & Industrial Monitoring Solutions
+49 201 172-1974
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Der DMT GYROMAT bestimmt vollautomatisch die geographische Nordrichtung und über die integrierte Total Station den Azimut einer Strecke mit weltweit unerreichter Genauigkeit. Mögliche Richtungsfehler aus der konventionellen Vermessung werden durch die GYROMAT-Ergebnisse fast vollständig korrigiert. Sie vermeiden nachträgliche Richtungskorrekturen und erreichen stattdessen exakt und zuverlässig den Endpunkt Ihres Vermessungsprojekts.
Der DMT GYROMAT lässt sich drahtlos oder über eine Datenleitung von einem PC aus bedienen. Die Messdaten können heruntergeladen und über weitere Software direkt ausgewertet werden. Sie können aber auch den GYROMAT direkt über sein integriertes Keyboard und Display bedienen, alle Daten werden am GYROMAT angezeigt, intern gespeichert und später ausgelesen.
Die Herausforderungen von Bau- und Vermessungsprojekten in Tunneln, im Schiffbau oder anderen Projekten, die höchste Richtungsgenauigkeit erfordern, werden durch den Einsatz unserer Kreiselsensoren schnell und effizient gelöst. Hochgenaue GYROMAT-Daten dienen dabei als Grundlage aller weiteren Berechnungen und Analysen.

Ein neues Merkmal des GYROMAT 6000 im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem GYROMAT 5000, ist die Möglichkeit, das Kreiselmodul von der Totalstation zu trennen. Die beiden Module können im Feld kombiniert werden. Diese neue Funktion ist besonders nützlich für den Transport des Gerätes in schwer zugängliche Bereiche, wie z. B. Mikrotunneln. Bei Bedarf kann die Totalstation für zusätzliche Einsparungen auch ohne das Kreiselmodul für konventionelle Vermessungen eingesetzt werden.
So stellen wir sicher, dass der GYROMAT 6000 auch an Orten zum Einsatz kommen kann, zu denen die Vorgängermodelle keinen Zugang hatten, und dass Projekte unter solch schwierigen Voraussetzungen ebenso pünktlich und budgetgerecht abgeschlossen werden können.
Der DMT-Gyromat für Ihr Bauprojekt:

In der konventionellen Tunnelvermessung mit Polygonzügen treten unvermeidlich Richtungsfehler insbesondere durch Brechung der Lichtwege bei starken Temperaturgradienten, durch Fehlerfortpflanzung oder auch durch Ablotungsfehler bei Tunnelvortrieben, die von Schächten aus starten, auf.
Mit dem GYROMAT, der an jedem Ort die unveränderliche geografische Nordrichtung als Bezugs- und Messgröße nutzt, wird ein Azimut bestimmt, der von Fehlerfortpflanzungen unabhängig ist. Auch für Startrichtungen in Schächten wird keine Ablotung benötigt, der GYROMAT misst im Schacht auf Tunnelachsenniveau den unbeeinflussten Azimut. Refraktionen im Lichtweg werden durch Gegenmessungen mit dem GYROMAT und Differenzenbildung der Messergebnisse weitestgehend kompensiert.
Neu ist beim GYROMAT 6000 der Einsatz eines Piezoantriebs, um den Horizontalwinkel mit hochauflösendem Winkelcodierer in außergewöhnlicher Präzision zu steuern. Das fortschrittliche Energiekonzept mit zuverlässigem Energiepuffer und austauschbarer Batterie erhöht die Einsatzzeiten vor Ort und macht es gleichzeitig wartungsfreundlicher.
Im neuen, größerem Grafikdisplay werden neben den Messdaten weitere Werte zur Zustandskontrolle angezeigt. So kann sicher gestellt werden, dass der GYROMAT im Einsatz keinen Schaden nimmt und jederzeit und überall einsatzbereit bleibt.
Der GYROMAT 6000 kann, wie seine Vorgänger, mit unterschiedlichen Theodoliten oder Total-Stationen bestückt werden, um so für verschiedene Messaufgaben die optimalen Systeme zusammenzustellen.
Präsentation der nächsten Generation hochpräziser Gyroskope der Weltklasse
Der GYROMAT 6000 ist der Nachfolger des GYROMAT 5000 und setzt dessen Tradition der Präzision fort, indem er Messergebnisse mit einer Genauigkeit von 0,8/1000stel Gon liefert. Dies entspricht einer Bogenabweichung von ca. 1,2 cm bei einer Entfernung von einem Kilometer. Die Messzeit für eine Richtungsmessung beträgt etwa 6-9 Minuten.
Der neue und verbesserte GYROMAT 6000 ist in zwei Versionen erhältlich:

Gyroskop mit höchster Präzision
Wenn man Dr. Jörg Niese fragt, wie genau der Gyromat misst, dann erklärt er das gern an einem Beispiel: „Wenn man eine Torte in 400 Stücke schneidet und dann eins von diesen kleinen Tortenstückchen in 1.000 noch kleinere Teile schneidet, dann hat man eine Vorstellung von der Genauigkeit.“ Im Fachjargon heißt das: Der Gyromat misst mit einer Richtungsmessgenauigkeit von 0,8/1.000 Gon, was einer Bogenabweichung von etwa 1,2 Zentimetern in einem Kilometer Entfernung entspricht. Seine Genauigkeit macht das aktuelle Modell GYROMAT 6000 zum Goldstandard der Vermessungskreisel.
Das ergonomische und kompakte Gerät hat im Kern einen Kreisel, der an einem empfindlichen Torsionsband aufgehängt ist und von einem sehr genauen elektro-optischen Sensor beobachtet wird. Gravitation und Erdrotation sorgen dafür, dass die Drehachse des Kreisels sich parallel zur Erdachse ausrichten möchte, die zum Nordpol zeigt. Mit dem Gyromat und einem weiteren Gerät, einem Tachymeter, lässt sich genau bestimmen, in welchem Winkel eine gemessene Linie zum geografischen Norden ausgerichtet ist. „Und das Schöne ist, ich kann das überall machen, im Tunnel, im Schiffsrumpf oder in einer Industriehalle“, erklärt Niese, der bei DMT den Gyromat als Produktmanager betreut.

Der Gyromat kommt überall dort zum Einsatz, wo kein GPS-Signal hinkommt und wo höchste Richtungsgenauigkeit gefragt ist, weil jede Abweichung zu Millionenkosten führen kann. Das ist der Fall beim Bau von kilometerlangen Tunneln, beim Bau von großen Schiffen, zunehmend in der Luft- und Raumfahrt sowie in anderen Industriebereichen. „Bei längeren Tunnelprojekten kommen häufig zwei oder mehr der riesigen Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz“, schildert Niese. Die starten an unterschiedlichen Punkten mit dem Bohren und müssen sich am Ende natürlich mit der geringstmöglichen Abweichung treffen. So hat DMT als Dienstleister bereits den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal und den längsten Straßentunnel der Alpen (Gotthardt-Tunnel) messtechnisch begleitet. „Das waren Leuchtturmprojekte, mit denen wir uns weltweit einen guten Ruf erarbeitet haben“, sagt Volker Schultheiß, Projektleiter des Vermessungsteams bei DMT. Da wundert es nicht, dass das Unternehmen auch am Brenner-Basistunnel im Einsatz ist, der nach Fertigstellung mit 64 Kilometern Länge (inklusive aller Zulauftunnel) der längste Eisenbahntunnel der Welt sein wird.
Die DMT-Expertise und der Vermessungskreisel kamen auch für die U-Bahn-Tunnel zu den Fußball-WM-Stadien in Katar zum Einsatz, wo Volker Schultheiß und sein Team 16 Tunnelbohrmaschinen gleichzeitig betreut haben. Bei ihren Einsätzen stoßen die Vermessungsingenieure mitunter auf extreme Bedingungen: Temperaturen von bis zu 45 Grad im Tunnel etwa. „Richtig extrem ist die Luftfeuchtigkeit, die macht einen manchmal fertig“, schildert Schultheiß, der viel im Mittleren Osten unterwegs ist. Kleinere Durchmesser von drei Metern in Stromleitungstunneln in Berlin oder Versorgungstunneln für die EXPO in Dubai mit über zehn Metern Durchmesser gehören ebenso zum Repertoire wie die großen Auto- und Eisenbahntunnel mit Durchmessern von rund 15 Metern.

Auch beim U-Bahn-Bau in skandinavischen Städten wie Göteborg und Stockholm, wo die Tunnel durch den harten Stein gesprengt werden, ist der Gyromat das Richtungsmaß aller Dinge. „Wir sind auch so eine Art Versicherung für die Kunden“, sagt Schultheiß. In vielen Fällen bestätigen die Gyromat-Messungen die Daten der Kunden, die dann Sicherheit haben. Volker Schultheiß kennt aber auch andere Fälle: „Wir haben mit dem Gyromat schon aufgedeckt, dass ein Tunnel mehrere Meter aus der Achse gewesen ist.“ Der Kunde konnte das dank DMT korrigieren.
„Die Genauigkeit des Gyromat ist sein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Jens Schweitzer, Leiter Geo Instruments & Industrial Monitoring Solutions bei DMT. „Es ist ein sehr langlebiges High-End-System, das von uns stetig weiterentwickelt wird.“ Der Gyromat wird außerdem verkauft und kommt mittlerweile schon überall auf der Welt zum Einsatz. Mit jeder neuen Version ist das Gerät in den vergangenen Jahren präziser, schneller und sicherer geworden.
Diese Genauigkeit haben mittlerweile weitere Branchen für sich entdeckt. „Im Schiffsbau braucht man die Messungen, um die Maschinenteile auszurichten“, berichtet Niese, der als Produktmanager die Kunden an der Bedienung des Geräts schult und betreut. Viele große Werften haben den Gyromat im Einsatz, um ihr eigenes Kalibriersytem zu kalibrieren. Dort werden auf Drehtischen die Navigationsgeräte der dort gebauten Schiffe kalibriert. Mit dem Vermessungskreisel von DMT lässt sich exakt bestimmen, wann der Tisch in die geografische Nordrichtung ausgerichtet ist. Und auch Unternehmen der Luft- und Raumfahrttechnik nutzen den Gyromat als Referenzstandard, um ihre eigenen Kreiselkompass-Systeme zu kalibrieren, die beispielsweise in Flugzeugen, Hubschraubern oder Satelliten eingesetzt werden. Und so bietet der Gyromat, 1978 für den Einsatz unter Tage entwickelt, im Jahr 2023 Kunden auf der ganzen Welt Orientierung zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
In unserem Video zeigen wir Ihnen, wie Sie den GYROMAT 6000 in einer Tunnel-Umgebung einrichten. Entdecken Sie die Funktionalität und Bedienung des GYROMAT 6000. Egal, ob Sie erfahrener Profi oder Anfänger sind, unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen, den GYROMAT 6000 zu meistern. Erfahren Sie, wie Sie ihn einrichten, für genaue Messungen kalibrieren und seine Funktionen für optimale Leistung nutzen.
Das Messsystem eines Gyroskops besteht aus einer rotierenden Masse, deren Rotationsachse frei beweglich ist und an einem Torsionsband so aufgehängt, dass sich die Masse nach der Gravitation ausrichtet. Durch die Erddrehung wird die rotierende Masse langsam, aber kontinuierlich aus der Gravitationsrichtung geschoben. Da die Masse frei aufgehängt ist, bewegt sie sich ständig in Richtung der Gravitation. Damit findet eine relative Drehbewegung der Rotationsachsen von rotierender Masse und Erde statt mit entsprechender physikalischer Wechselwirkung, so dass sich die frei bewegliche Kreiselachse in Richtung der Erddrehachse, also geodätisch Nord, ausrichtet. Erst wenn beide Achsen parallel sind, wirken keine Kräfte mehr auf die Rotationsachse der rotierenden Masse und die Richtung der Kreislachse entspricht der geodätischen Nordrichtung. In der Praxis spricht man von einem bandgehängten Vermessungskreisel (https://de.wikipedia.org/wiki/Gyromat).
Ein Gyroskop, der auf der Erde betrieben wird, zeigt die geodätische Nordrichtung an. Dabei beeinflusst ihn lediglich die Erdrotation und Gravitation. Ein Gyroskop misst die Nordrichtung unabhängig vom Erdmagnetfeld. Mit einem Vermessungskreisel kann man die Ausrichtung einer beliebigen Messlinie in Bezug zum geodätischen Nord bestimmen.
Gyroskope können überall zum Einsatz kommen, wo die Nordrichtung gesucht wird, bzw. wo bestehende Richtungen auf andere Orte übertragen werden sollen, die sogenannte Parallelverschiebung. Insbesondere in Bereichen, in denen durch z.B. Abschattung keine GPS-Vermessung stattfinden kann, kommt der GYROMAT zum Einsatz. Das sind beispielsweise Richtungsmessungen im Tunnelbauten oder auch Referenzlinieneinrichtung auf verschiedenen Decks im Schiffsbau. So wurden beispielsweise die exakten Richtungsmessungen im Eurotunnel oder auch im Gotthard Basistunnel mit dem GYROMAT erfolgreich durchgeführt.
Der GYROMAT 5000 ist bereits der weltweit genaueste Vermessungskreisel. Diese weltweit höchste Genauigkeit wurde auch dem GYROMAT 6000 übertragen. Für den GYROMAT 6000 ist eine Variante erhältlich, bei dem der Tachymeter vom Kreiselmodel getrennt werden kann. Diese bietet einen Transportvorteil, insbesondere in beengten Räumen oder Durchführungen, wie z.B. Microtunnel oder Schiffsluken, kann der GYROMAT 6000 im Gegensatz zum nicht trennbaren GYROMAT 5000 transportiert und eingesetzt werden.
Die Menüführung des GYROMAT 6000 ist stark überarbeitet und vereinfacht. Durch den im Gegensatz zum GYROMAT 5000 verwendeten großen grafischen Bildschirm werden viele System- und Messinformationen übersichtlich dargestellt.
Weiterhin ist der GYROMAT 6000 mit einem Kollimationslaser ausgestattet, der eine weitere Überprüfung des Systems direkt vor Ort zulässt.
Ja. Sowohl der GYROMAT 5000, als auch der GYROMAT 6000 lassen sich mit den hochgenauen Tachymetern verschiedenen Hersteller wie z.B. Leica, Hexagon, Topcon oder Sokkia kombinieren.
Um Kundinnen und Kunden international zu unterstützen, sind ausgewählte Geomesssysteme der DMT GROUP über offizielle Handelsvertretungen in zahlreichen Ländern verfügbar. Hier finden Sie unsere internationalen Ansprechpersonen für ausgewählte Märkte.