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Bodenkundliche Baubegleitung (BBB)

Bodenkundliche Baubegleitung nach DIN 19639

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Bauarbeiter liest Projektordner neben Graben und Baggerschaufel

Die Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) stellt sicher, dass Bauvorhaben unter Berücksichtigung der Bodenfunktionen geplant und umgesetzt werden. Ziel ist es, schädliche Bodenveränderungen zu vermeiden, Bodenverdichtungen zu minimieren und den sparsamen Umgang mit der Ressource Boden sicherzustellen.

DMT unterstützt Auftraggebende während aller Projektphasen mit einem ganzheitlichen Bodenschutzmanagement. Grundlage bilden die Anforderungen der DIN 19639 „Bodenschutz bei Planung und Durchführung von Bauvorhaben“ sowie der DIN 18915 „Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Bodenarbeiten“.

Warum ist eine Bodenkundliche Baubegleitung wichtig?

Böden erfüllen zentrale Funktionen für Wasserhaushalt, Vegetation, Klima- und Ressourcenschutz. Bauprozesse können diese Funktionen beeinträchtigen, beispielsweise durch Verdichtungen, Bodenabtrag oder Versiegelungen.

Eine fachgerechte Bodenkundliche Baubegleitung ermöglicht:

  • Schutz natürlicher Bodenfunktionen
  • Vermeidung und Minimierung von Bodenverdichtungen
  • Rechtssichere Umsetzung gesetzlicher und normativer Anforderungen
  • Nachhaltiges Flächen- und Bodenmanagement
  • Effiziente Steuerung von Baustellenabläufen
  • Transparente Dokumentation aller Bodenschutzmaßnahmen

Unsere Leistungen im Überblick

Erstellung eines Bodenschutzkonzeptes

Bereits in der Planungsphase entwickeln wir ein projektspezifisches Bodenschutzkonzept. Dieses definiert alle erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung von Bodenbeeinträchtigungen.

Schwerpunkte sind:

  • Bewertung der Bodenverhältnisse und Bodenempfindlichkeiten
  • Begrenzung von Flächeninanspruchnahme und Bodenversiegelung
  • Festlegung von Einsatzgrenzen für Befahrbarkeit und Bearbeitbarkeit
  • Planung geeigneter Baustellen- und Logistikflächen
  • Entwicklung eines Boden- und Materialmanagementkonzeptes
  • Definition von Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen
Porträtfoto von Uwe Vogt aus dem Bereich Environmental Engineering bei DMT

„Jedes Bauvorhaben greift in den Boden ein. Unsere Aufgabe ist es, diese Eingriffe frühzeitig zu verstehen, transparent zu bewerten und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.“


Uwe Vogt
Environmental Engineering

Lassen Sie uns die richtige Herangehensweise an Ihre Aufgabe diskutieren. Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

+49 201 172 1506

Bodenschutzplan als Grundlage für die Bauausführung

Das Bodenschutzkonzept wird durch einen Bodenschutzplan ergänzt. Dieser stellt alle bodenschutzrelevanten Maßnahmen räumlich dar und schafft Transparenz für alle Projektbeteiligten.

Der Bodenschutzplan umfasst unter anderem:

  • Lage und Umfang der Baumaßnahmen
  • Bau- und Lagerflächen
  • Baustraßen
  • Maschinen- und Logistikkonzepte
  • Bodenlagerung und Materialströme
  • Zuordnung von Schutzmaßnahmen zu konkreten Flächen

Baubegleitende Umsetzung und Überwachung

Während der Bauphase überwachen unsere Sachverständigen die Umsetzung der abgestimmten Maßnahmen und unterstützen alle Beteiligten bei bodenschutzfachlichen Fragestellungen.

Unsere Leistungen umfassen:

  • Regelmäßige Baustellenbegehungen
  • Kontrolle der Einhaltung des Bodenschutzkonzeptes
  • Fachliche Beratung der Projektbeteiligten
  • Anpassung von Maßnahmen bei Änderungen des Bauablaufs
  • Dokumentation aller relevanten Vorgänge und Entscheidungen

Abschlussdokumentation

Nach Abschluss der Baumaßnahmen dokumentieren wir sämtliche umgesetzten Bodenschutzmaßnahmen sowie deren Wirksamkeit. Die Dokumentation dient als Nachweis gegenüber Behörden, Auftraggebenden und weiteren Beteiligten.

Bei Bedarf begleiten wir zusätzlich Rekultivierungsmaßnahmen zur Wiederherstellung beeinträchtigter Bodenfunktionen.

Projektphasen der Bodenkundlichen Baubegleitung

1

Grundlagenermittlung und Planung

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2

Genehmigungsplanung

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3

Vergabe

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4

Bauausführung und Dokumentation

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Phase 1: Grundlagenermittlung und Planung

  • Abstimmung der Projektziele und Randbedingungen
  • Festlegung der bodenschutzfachlichen Anforderungen
  • Abstimmung mit allen Projektbeteiligten

Zur Erfassung des bodenkundlichen Ausgangszustands untersuchen wir die standörtlichen Bodenverhältnisse nach den Vorgaben der DIN 19639.

Dabei erfassen wir unter anderem:

  • Bodenaufbau und Schichtung
  • Bodenart
  • Bodengefüge
  • Kalkgehalt
  • Bodenfeuchte
  • Grundwassereinfluss
  • Organische Bodenanteile

Ergänzend werden Bodenproben für Laboruntersuchungen entnommen.

Je nach Standortbedingungen führen wir weiterführende Untersuchungen durch, beispielsweise:

  • Sieb- und Schlämmanalysen
  • Konsistenzgrenzen (Fließ- und Ausrollgrenze)
  • TOC-Bestimmung (Total Organic Carbon)
  • Glühverlust
  • Wassergehalt

Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Bewertung der Verdichtungsempfindlichkeit und die Planung geeigneter Schutzmaßnahmen.

Phase 2: Genehmigungsplanung

Auf Basis der Untersuchungsergebnisse erstellen wir das Bodenschutzkonzept inklusive Bodenschutzplan.

Dabei bewerten wir:

  • Bodeneigenschaften und Bodenfunktionen
  • Empfindlichkeiten gegenüber Baumaßnahmen
  • Potenzielle Auswirkungen auf den Boden
  • Erforderliche Schutz- und Minderungsmaßnahmen
  • Gegebenenfalls notwendige Rekultivierungsmaßnahmen

Phase 3: Vergabe

Damit Bodenschutzanforderungen verbindlicher Bestandteil der Bauausführung werden, integrieren wir die festgelegten Maßnahmen in:

  • Ausschreibungsunterlagen
  • Leistungsverzeichnisse
  • Leistungsbeschreibungen

Bei Bedarf unterstützen wir Auftraggebende zudem während der Vergabephase fachlich und beratend.

Phase 4: Bauausführung und Dokumentation

Während der Umsetzung begleiten wir das Bauvorhaben kontinuierlich und prüfen die Einhaltung aller festgelegten Maßnahmen.

Dazu gehören:

  • Baustellenkontrollen
  • Fachliche Abstimmungen
  • Anpassungen bei veränderten Rahmenbedingungen
  • Dokumentation der Umsetzung
  • Abschlussbericht mit Nachweis der durchgeführten Maßnahmen
Ihr Mehrwert mit DMT

Mit unserer langjährigen Erfahrung im Bodenschutz, in der Umweltplanung und im Ingenieurwesen unterstützen wir Auftraggebende dabei, Bauvorhaben rechtssicher, nachhaltig und effizient umzusetzen.

Durch die Kombination aus bodenkundlicher Expertise, normgerechter Planung und partnerschaftlicher Projektbegleitung schaffen wir die Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Boden und eine nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Projektlebenszyklus.

Sprechen Sie unsere Expertinnen und Experten aus der Umwelttechnik an.

Das sollten Sie wissen

FAQs zur Bodenkundliche Baubegleitung (BBB)

Die Bodenkundliche Baubegleitung unterstützt die Planung und Durchführung von Bauvorhaben mit dem Ziel, Bodenfunktionen zu schützen, Bodenverdichtungen zu vermeiden und die Anforderungen der DIN 19639 einzuhalten.

Ein Bodenschutzkonzept wird insbesondere bei Bauvorhaben benötigt, bei denen Böden durch Befahrung, Aushub, Bodenlagerung oder Flächenversiegelung beeinträchtigt werden können.

Das Konzept enthält eine Bewertung der betroffenen Böden, eine Analyse möglicher Auswirkungen sowie konkrete Vermeidungs-, Minderungs- und gegebenenfalls Rekultivierungsmaßnahmen einschließlich eines Bodenschutzplans.

Sie reduziert Risiken durch Bodenverdichtungen, unterstützt die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, verbessert die Planungssicherheit und trägt zu einem nachhaltigen Ressourcenmanagement bei.

Die maßgeblichen Regelwerke sind die DIN 19639 „Bodenschutz bei Planung und Durchführung von Bauvorhaben“ sowie die DIN 18915 „Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Bodenarbeiten“.