Essen, 15.07.2026 – DMT, ein Unternehmen der TÜV NORD GROUP, übernimmt im Rahmen des Deutschen Rohstofffonds die Technical Due Diligence ausgewählter Rohstoffprojekte in der Gewinnung und Verarbeitung kritischer Rohstoffe. Im Mittelpunkt der technischen Prüfung stehen Machbarkeit, Umsetzungsreife, zentrale Projektrisiken sowie geeignete Maßnahmen zur Risikominderung. Damit schafft DMT belastbare Entscheidungsgrundlagen für Investitionen, die die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas stärken können.
Der Deutsche Rohstofffonds wurde von der Bundesregierung aufgesetzt, um den Zugang zu kritischen Rohstoffen langfristig zu sichern, strategische Abhängigkeiten zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrie zu stärken. Umgesetzt wird der Fonds von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Gefördert werden Projekte im In- und Ausland, die einen Beitrag zu Deutschlands Versorgungssicherheit mit kritischen Rohstoffen leisten können. Die Technical Due Diligence ist Teil einer umfassenden, arbeitsteilig organisierten Gesamtprüfung. Die KfW ist Mandatsträgerin des Rohstofffonds und führt als solche die Investitionen und das Beteiligungsmanagement im Auftrag des Bundes durch. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) verantwortet als federführender Due Diligence Provider die Gesamtkoordination der Due Diligence und führt darüber hinaus die kommerzielle, finanzielle, steuerliche und rechtliche Due Diligence durch. DMT erbringt als wichtigen Teil dieses Prozesses die technische Due Diligence und bewertet die Projekte u.a. hinsichtlich technischer Tragfähigkeit, Projektumsetzung, Prozessketten, Infrastruktur, Kostenannahmen und technischer Risiken.
Zu den geprüften Vorhaben zählt auch das heimische Lionheart-Projekt von Vulcan Energy im Oberrheingraben. Das Projekt sieht die Herstellung von Lithiumhydroxid-Monohydrat aus geothermischer Sole für die Batterieindustrie vor und verbindet dies mit der Bereitstellung von Wärme und Strom für die Region. Es ist das erste Projekt, für das eine Unterstützung durch den Deutschen Rohstofffonds bekanntgegeben wurde. DMT hat hierfür die Technical Due Diligence durchgeführt und begleitet den weiteren Verlauf durch technische Prüfungen definierter Meilensteine. Darüber hinaus ist DMT in weitere technische Due-Diligence-Verfahren im Rahmen des Deutschen Rohstofffonds eingebunden. Je nach Projekt umfasst die Technical Due Diligence von DMT die wesentlichen technischen Grundlagen und Faktoren – von Geologie, Abbau und Verarbeitung über Infrastruktur, Logistik und Umsetzungskonzepte bis hin zu Investitions- und Betriebskosten, Produktionsmengen, Hochlauf und Anlagenverfügbarkeiten. Die Ergebnisse fließen in technische Bewertungen, Empfehlungen und Risikoeinschätzungen ein.
„In der Technical Due Diligence führen wir unterschiedliche technische Perspektiven zu einem belastbaren Gesamtbild zusammen. Wir prüfen die Datenbasis, bewerten u. a. Prozessketten, das Engineering, Kosten- und Zeitannahmen und ordnen technische Risiken fachlich ein. Gerade bei komplexen Rohstoffprojekten ist dieses Zusammenspiel der Disziplinen entscheidend, um Stärken, offene Punkte und mögliche Risiken transparent zu machen und aufzuzeigen, wie Investitionsrisiken gezielt reduziert werden können“, sagt Julia Ridder, Projektleiterin Technical Due Diligence Rohstofffonds bei DMT. „Mit dem Deutschen Rohstofffonds wurde ein wichtiges Instrument geschaffen, um strategisch relevante Rohstoffprojekte gezielt in die Umsetzung zu bringen“, sagt Jens-Peter Lux, Geschäftsführer von DMT GROUP. „Vergleichbare Ansätze entstehen oder bestehen auch in anderen europäischen Ländern – etwa über Fonds, Garantien, Förderprogramme oder Rohstoffpartnerschaften. Der Fonds ist damit nicht nur eine Schlüsselmaßnahme für die nationale Versorgungssicherheit mit kritischen Rohstoffen, sondern auch ein Baustein einer breit angelegten und langfristigen europäischen Zusammenarbeit im Rohstoffsektor und weit darüber hinaus. Dafür braucht es Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette, verlässliche Partnerschaften und eine fundierte technische Bewertung.

