Bohrlochgeophysik

DMT verfügt über ein breites Portfolio von Bohrlochsonden für alle Einsatzbereiche, von kleinkalibrigen Brunnenbohrungen bis hin zu mehreren Kilometer tiefen Geothermiebohrungen.

Alle gängigen Messmethoden für offene Bohrlöcher zur Bestimmung der Formationseigenschaften sowie in verrohrten Bohrungen, zur Kontrolle der Bohrungsintegrität, stehen für die unterschiedlichsten Anwendungen zu Verfügung:

Goethermie & Lagerstättenexploration

Für die effektive Nutzung geothermaler Energie und die Förderung von Kohlenwasserstoffen aus Tiefenbohrungen sind genaue Kenntnisse der Lagerstätten essentiell. Ein großer Teil der Informationen zur Bestimmungen der Charakteristika wird durch Bohrlochmessungen erlangt. Lithologie, Störungszonen und Störungstypen sowie Temperatur und Porosität sind nur einige der Parameter, die mittels Bohrlochgeophysik bestimmt werden können, um die Ausnutzung des ganzen Potenzials einer Lagerstätte zu optimieren.

Geotechnische Untersuchung

Geophysikalische Bohrlochmessungen liefern wichtige Informationen zur Struktur, Stabilität und Beschaffenheit des Untergrunds. Dabei werden geotechnisch relevante Größen ermittelt, wie zum Beispiel: Gesteinsdichte, Geschwindigkeit elastischer Wellen, Schermodul und Poissonzahl, elektrische Eigenschaften sowie Schichtungen, Klüfte und Störungszonen.

Anhand der bohrlochgeophysikalischen Messergebnisse kann das Gebirge anschließend lithologisch und geotechnisch klassifiziert werden. Dadurch können zukünftige Bauvorhaben genauer geplant und die damit verknüpften Baurisiken besser abgeschätzt werden.

Hydrogeologie und Brunnenerkundung

Hydrogeologische Bohrungen können mit Hilfe der Messmethoden der Bohrlochgeophysik zusätzlich erkundet und in ihrer Aussagekraft verstärkt werden. Dabei werden hydrogeologische Eigenschaften, wie Porosität, Durchflussmenge, Permeabilität und kf-Wert (nat. Gamma, Dichte, Tracer Fluid Logging, Flowmeter, Salinität und Temperatur), der wasserwegsamen und wasserstauenden Bereiche im Untergrund erkundet. Außerdem kann die Qualität des Grundwassers und die mögliche Kontamination bzw. Mineralisation durch Milieu Logs und Probenahmen inspiziert werden.

Bergbau und Tunnelbau

Für Berg- und Tunnelbau hat DMT besondere Verfahren, die auch in horizontalen und nach oben gerichteten Bohrungen ausgeführt werden können, wie Bohrloch- und Hohlraumscanner, Bohrlochkamera, 3D-Bohrlochradar und Bohrlochtomographie. Dabei werden geologische Strukturen im Untergrund, d.h. Schichtgrenzen, Hohlräume, Schwächezonen, Karsthöhlen oder Auflockerungszonen im Tunnelumfeld, erkundet; häufig im Vorfeld von TBM-Auffahrungen und beim Ausbau von Bestandstunneln.

Integritätsmessungen und Ausbaukontrolle

Die Überprüfung von Verrohrung, Zementation, Filterstrecken, Muffen und Hinterfüllung nach Fertigstellung einer Bohrung, sind wichtige Bestandteile der Zustands- und Integritätsbestimmung. Wiederkehrende Kontrollmessungen ermöglichen es, den Zustand von Bohrungen im Hinblick auf Korrosionsschäden, Undichtigkeiten und Veränderungen in der Hinterfüllung (Auswaschung, Abtragung oder Verockerung) zu beobachten und frühzeitig Sanierungsbedarf zu erkennen.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit unserer Fachabteilung auf.

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