Bohrlochgeophysik

Mit einer Vielzahl von kabelgeführten Sonden und Shuttle-Systemen, die bei Bedarf auch in Kombination als tool train eingesetzt werden können, führen unsere Geologen und Geophysiker in folgenden Bereichen bohrlochgeophysikalische Messungen durch:

  • Lagerstättenexploration
  • Geotechnik
  • Hydrogeologie und Brunnenerkundung
  • Bergbau und Tunnelbau
  • Altbergbau, Schachtvermessung und Grubenwasserhaltung 
  • Endlagererkundungen
  • Steigrohr Inspektionen 

Mit Hilfe von Bohrlochmessungen werden geologische und geotechnische Parameter bestimmt, die oft Grundvoraussetzung zur Planung weiterer Explorations-, Bau- und Sanierungsprojekte sind.

Auf Basis der bohrlochgeophysikalischen Messungen und der entsprechenden Datenauswertung und Interpretation werden beispielsweise geologische Lagerstättenmodelle entwickelt und/oder boden- und felsmechanische Bauprojekte geplant.

Selbst bei stark abgelenkten oder horizontalen Bohrlöchern kann das Equipment der DMT eingesetzt werden. Hierfür steht die selbstentwickelte Shuttle-Technik zur Verfügung, die gerichtete, kabelfreie Messungen unter und über Tage ermöglicht. Hier gelangen Sie zur Produktseite DMT-BoreholeShuttle. 

Geotechnik und geotechnische Untersuchung

Geophysikalische Bohrlochmessungen liefern wichtige Informationen zur Struktur, Stabilität und Beschaffenheit des Untergrundes. Dabei werden geotechnisch relevante Größen ermittelt wie zum Beispiel Gesteinsdichte, Geschwindigkeit elastischer Wellen, Schermodul und Poissonzahl. (Gamma-Gamma-Dichtemessung, akustische Laufzeitmessung).

Außerdem liefern die bohrlochgeophysikalischen Messungen geotechnische und geologische Informationen über Schichtung, Klüfte und Störungszonen im Gebirge. Die Raumorientierung der geologischen Strukturen kann mit Hilfe akustischer und optischer Scanner exakt ermittelt werden und liefert den Ingenieuren einen Überblick über das vorherrschende Strass-Regime im Untergrund.

Anhand der bohrlochgeophysikalischen Messergebnisse kann das Gebirge anschließend lithologisch und geotechnisch klassifiziert werden (RQD, RMR oder Q-System), was eine genauere Dimensionierung des Ausbaus und Optimierung der Sicherungsmaßnahmen erleichtert. Dadurch können zukünftige Bauvorhaben genauer geplant und die damit verknüpften Baurisiken besser abgeschätzt werden.

Hydrogeologie und Brunnenerkundung

Die bohrlochgeophysikalischen Messmethoden sind nach dem DVGW Regelwerk Blatt 110 geregelt was eine einheitliche Optimierung der Erkundung hydrogeologischer und ausbautechnischer Parameter ermöglicht.

Hydrogeologischen Bohrungen und Untersuchungen können mit Hilfe der Messmethoden der Bohrlochgeophysik zusätzlich erkundet und deren Aussagekraft verstärkt werden. Dabei können wichtige Erkenntnisse über die Art, Beschaffenheit, Lage und Mächtigkeit der grundwasserführenden und stauenden Schichten oder Kluftsysteme gewonnen werden. Dadurch werden erste Erkenntnisse über den anstehenden Ausbau der Brunnen geliefert. 

In erster Linie müssen die hydrogeologischen Eigenschaften wie Porosität, Durchflussmenge, Permeabilität und kf-Wert (nat. Gamma, Dichte, Tracer Fluid Logging, Flowmeter, Salinität und Temperatur) der wasserwegsamen und wasserstauenden Bereiche im Untergrund erkundet werden. Außerdem kann die Qualität des Grundwassers und die mögliche Kontamination bzw. Mineralisation durch Milieu Logs und Probenahmen inspiziert werden.

Der Ausbau der Brunnen erfolgt nach der Erstellung der Bohrungen und den Ergebnissen der hydraulischen und bohrlochgeophysikalischen Messungen sowie Laboruntersuchungen. Die Funktionseigenschaften und die Ergiebigkeit der Brunnen und Grundwassermessstellen werden im Wesentlichen durch den Ausbau beeinflusst. Dabei gehört eine Überprüfung der Verrohrung, Filterstrecken, Muffen und Hinterfüllung direkt nach der Erstellung der Brunnen bzw. Messstellen zum Standard. Durch eine wiederholte bohrlochgeophysikalische Vermessung und Vergleich können mögliche Fehlstellen in der Verrohrung (Korrosionsschäden), Filterstrecken (Verockerung), Muffen (Undichtigkeiten) und Hinterfüllung (Auswaschung, Abtragung oder Verockerung) frühzeitig erkannt und saniert werden.  

Nehmen Sie gerne Kontakt mit unserer Fachabteilung auf.

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